Das MÖ – Mischung aus Auto und Fahrrad

Montag, Februar 15, 2016 Posted by

Im Bereich Mobilität im städtischen Raum stehen noch viele Möglichkeiten zur Veränderung offen: Die meisten Strecken, die mit Autos zurückgelegt werden sind moeeher kurz und Sitzplätze und Beladungsmöglichkeit wird kaum ausgenutzt.

Doch wie bekommt man ohne Auto z.B. Kinder bewegt und gleichzeitig noch die Einkäufe? Zwar scheinen Fahrradanhänger und Lastenräder immer attraktiver zu werden, doch beide Alternativen haben einen Haken: Das schlechte Wetter! Zwar sitzen die Kinder und Einkäufe im trockenen, doch der Fahrer wird nass und schlechtes Wetter gehört nunmal dazu in unseren Breiten.

Deshalb wollen wir hier auf das „MÖ“ aufmerksam machen, eine Art elektrisches Lastenrad mit zwei überdachten Plätzen. Es hat eine Reichweite von ca. 50km, wiegt nur 85KG und soll neu ca. 4500€ kosten. Entwickelt wird das MÖ von einem spanischen Sozialunternehmen, dass „Open Source“ produziert. Aktuell werden Beta-Tester gesucht. Siehe: http://www.evovelo.com/en

Umgang mit Flüchtlingen

Dienstag, August 25, 2015 Posted by

..diesmal waren wir unserer Zeit voraus. Hier nochmal der Beitrag von 2010, einem Beispiel aus Italien, wie eine verlassen Region (Dorf Riace) durch Flüchtlinge wiederbelebt werden konnte:

Riace, das Dorf der Flüchtlinge

http://www.regioneers.de/2010/10/14/riace-das-dorf-der-fluchtlinge/

Wächterhäuser – Umgang mit Leerstand

Dienstag, Februar 18, 2014 Posted by

Aus Leipzig stammt die Idee der Wächterhäuser als ein Ansatz wie eine Stadt mit Leerstand umgehen kann. Die Idee ist einfach: Zwischen Besitzern und potentiellen Nutzern und Initiativen steht ein Verein – hier der Haushalten e.V.. Er handelt mit den Besitzern aus, wie eine Zwischennutzung aussehen könnte. Dabei ist zum einen wichtig, dass die Häuser bewohnt werden, damit Vandalismus vermieden wird. Gleichzeitig erhalten Menschen mit Ideen Platz und Wohnraum auf Basis von Nebenkosten. So gewinnen alle und in der Stadt entsteht ein Raum für neue Ideen.
In Leipzig erprobt, werden die Wächterhäuser nach und nach auch in anderen Städten wie Halle/Saale, Chemnitz, Görlitz, und Erfurt, Dresden und Zittau adaptiert.

Open Hardware Saftpresse

Samstag, Oktober 5, 2013 Posted by

Open Hardwaree Saftpresse JE60

Open Source und Creative Commons sind schon seit langem populär. Doch was viele nicht wissen: Im Internet gibt es noch weitere Bewegungen, die als Open Everything zusammengefasst werden können.

Doch was bedeutet das in der Praxis? Hier ein Beispiel aus Eberswalde:

Heute wurde die selbstgebaute Saftpresse das erste mal getestet: Mit der Kraft von bis zu 12 Tonnen wurden Äpfel, Birnen und Trauben zu einigen hundert Litern Saft gepresst.

Die Rahmenpresse wurde von einem Eberswalder Team vor einigen Wochen in Gatschow (Mecklenburg Vorpommern) gebaut, betrieben wird sie per Hand mit einem Wagenheber.

Das Besondere: Es handelt sich um eine Eigenentwicklung, die als Open Hardware unter saftstrasse.de weiterentwickelt wird. Dort finden sich sämtliche Unterlagen zum Nachbau und Betrieb der Presse.

Biogas aus Kuhdung in Indien

Dienstag, Februar 26, 2013 Posted by
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Männer beim Bau einer kleinen Biogasanlage für Kuhdung

Warum nicht aus einer Region in Indien lernen?

Der Distrikt Kolar im südwestlichen Bundesstaat Karnataka ist eine semi-aride Region, die vorwiegend von Kleinbauern bewirtschaftet wird. Die knappen natürlichen Ressourcen erschweren die Bewirtschaftung und führen dazu, dass die Frauen täglich mehrere Kilometer laufen müssen um Feuerholz zu sammeln.

Das Holz wird vorwiegend zum Kochen verwendet, eine Familie benötigt durchschnittlich 1.3 – 2.5 kg Holz pro Tag. Der hohe Bedarf führt dazu, dass die Wiederaufforstung nur bedingt möglich ist, insgesamt stellen drei Viertel des Brennholzes in der Region eine nicht nachwachsende Energiequelle dar. Zusätzlich zum Holz wird Kerosin verwendet – ca. 30 Liter jährlich pro Haushalt.

Kleine Biogasanlagen (2m³), die aus lokalem Material hergestellt werden, können Brennholz und Kerosin durch erneuerbares Biogas ersetzen. Sie werden mit landwirtschaftlichen Reststoffen, hauptsächlich Kuhdung, betrieben. Die fortschreitende Abholzung wird eingedämmt und das Nachwachsen der Gehölze gefördert. Als Beiprodukt entsteht ein sehr nährstoffreiches Substrat, das als landwirtschaftlicher Dünger verwendet werden kann.Bau einer kleinen Biogasanlage für Kuhdung

Effiziente Brennholzkocher in Nigeria

Mittwoch, Februar 13, 2013 Posted by

Kinder am Brennkocher

Warum nicht mal von regionalen Projekten aus Afrika lernen?

In Nigeria verschwinden immer mehr Teile des Buschwaldes, weil es an alternativen Brennstoffen zum Kochen mangelt. Holz ist so teuer, dass das Verhältnis von Energie zu Nahrungsmittelkosten bei etwa 10 zu 1 liegt (in Europa 1 zu 1).

Der Kostendruck führt dazu, dass die Menschen aus reiner Not sogar von der UNO frisch aufgeforstete Wälder abholzen und sich damit langfristig die Grundlage für Landwirtschaft nehmen.

In dieser Situation helfen die effizienten Brennholzkocher, die etwa 80% Holz einsparen und keine Umstellung der Kochgewohnheiten erfordern. Sie sind unverwüstlich und ermöglichen 80% niedrigeren Ausgaben für Brennholz. Weitere Vorteile liegen in der Reduzierung von Rauch, der besonders Frauen und Kindern gesundheitlich schädigt.

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Essbare Stadt Andernach

Dienstag, Juli 10, 2012 Posted by

Wo auf öffentlichen Grünflächen andernorts oft die Devise „betreten verboten“ gilt, heißt es in Andernach seit 2010 „Pflücken erlaubt“.
Der neuartige Ansatz der Nutzung öffentlicher Grünflächen durch Nutzpflanzen hat inzwischen auch weit außerhalb der Stadtgrenzen von Andernach für Begeisterung gesorgt.

Meiner Meinung nach ein spannendes Beispiel, wie in kleinen Städten das Thema regionale Versorgung und urbane Landwirtschaft angegangen werden kann. Es gibt sogar eine extra Stadtführung zu dem Thema.

3-Sat Beitrag:
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=31393

Today’s inspiration from Kenya

Dienstag, April 10, 2012 Posted by

Wangari Maathai is a Kenyan environmentalist and political activist. In the 1970s, Maathai founded the Green Belt Movement, an environmental NGO focused on environmental conservation and women’s rights. In 2004, she became the first African woman to receive the Nobel Peace Prize for her contributions to sustainable development, democracy, and peace.

The Green Belt Movement organizes rural women in Kenya to plant trees, an effort that combats deforestation while generating income for the community and promoting empowerment for women. Since Maathai founded the Movement, over 40 million trees have been planted and over 30,000 women have been trained in forestry, food processing, beekeeping, and other sustainable, income-generating activities.

Wangari Maathai also recommends:

 

Terra Preta zwischen Regenwald und Eberswalde-Finow

Donnerstag, Dezember 15, 2011 Posted by

ZDF-Dokumentarfilm: Rettung aus dem Regenwald?

Ingo Schulze, der Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2011, hat sich für seine Dokumentation ein Thema vorgenommen, bei dem es um die große Formel der Fruchtbarkeit geht, um die Wiederentdeckung einer alten Ressource aus der Landwirtschaft.

Dokumentarfilm (45Min) in der ZDF-Mediathek

In der sehr sehenswerten Dokumentation über Terra Preta wurde auch der Eberswalder Terra Preta Experte Jürgen Reckin interviewt, den wir bereits wegen seiner Säulenäpfel besucht haben. Es züchtet Apfelbäume auf Böden, die durch selbst hergestellte Terra Preta verbessert wurden.

Säulenäpfel von Jürgen Reckin

Montag, November 7, 2011 Posted by
Apfelbaum in Säulenform

Jürgen Reckin veredelt Säulenäpfel

Man könnte denken, dass die Züchtung von Apfelsorten inzwischen zu keinen wirklich neuen Ergebnissen führt, wachsen doch allein in Deutschland über 1500 verschiedene Sorten – wäre da nicht 1955 die natürliche Mutation zur Säulenform aufgetreten.

In British Columbia auf einer Apfelplantage fiel ein Apfelbaum der Sorte McIntosh auf: Durch eine natürliche Mutation wuchs er in Säulenform, also kaum abzweigenden Ästen.

Dr. Jürgen Reckin ist überzeugt: Würde man alte, lokale Apfelsorten in Säulenform züchten, könnte man auf engem Raum viele verschiedene Äpfel ernten. Diese sind resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, der Arbeitsaufwand was den Obstbaumschnitt anbelangt fällt weg und Vielfalt ist gleichzeitig eine gute Strategie in Zeiten von sich veränderndem Klima.

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